Medizintechnik

Die Ansprüche an die Qualität von Produkten in der Medizintechnik sind besonders hoch, da sie zur Unterstützung oder Analyse des menschlichen Körpers eingesetzt werden. Vor allem Faktoren wie Biokompabilität und Lebensdauer der Implantate rücken in den Fokus. Eigenschaften der Oberfläche wie die Rauhheit, Topografie, Schichtdicke, Mikro- und Makrostruktur sind ausschlaggebend für den wirtschlaftlichen und therapeutischen Erfolg des Produkts.

Resorbierbare Magensiumimplantate

Ein Knochenersatz aus einem resorbierbaren Material, dass durch eine gleichmäßige Auflösung dem Knochen zur Selbstheilung verhilft, ist sowohl für den Patienten als auch wirtschaftlich wünschenswert. Magnesium als körpereigener Bestandteil erfüllt aufgrund seiner uneingeschränkten Biokompatibilität und knochenähnlichen Festigkeit alle Voraussetzungen für einen Implantatwerkstoff. Trotzdem ist es bislang nicht gelungen, Magnesium als Knochenersatz nutzbar zu machen. Die schnelle Resorption im feuchten Milieu des Körpers führt zu vorzeitigem Funktionsverlust und zu Blasenbildung durch starke Freisetzung von Wasserstoffgas. Meotec erfolgt zwei innovative Ansätze zur Mikro- und Makrostrukturierung. Zielgröße dieser Optimierung ist die biochemische Wechselwirkung zwischen Implantat und Gewebe hinsichtlich Abbau- und Einwachsverhalten.

Makro- und Mikrostrukturierung von Implantaten

Um die bestehenden Probleme mit resorbierbaren Magnesiumlegierungen zu lösen, wird die freie Oberfläche des Implantats makrostrukturiert. Durch ein neuartiges Konversionsverfahren wird die Oberfläche des Magnesiums umgewandelt, d.h. keramisiert. Es entsteht eine einstellbare, mikrostrukturierte korrosions- und verschleißfeste Schicht, die durch geeignete Wahl der Verfahrensparameter hinsichtlich ihrer Rauheit und Porosität so variiert werden kann, dass eine optimale Interaktion mit umliegenden Gewebe und einwachsenden Knochenzellen stattfindet.

Hydroxylapatit Beschichtungen

Die körpereigene Substanz Hydroxylapatit wird bereits erfolgreich als Knochenersatzmaterial im gesamten Skelettsystem eingesetzt. Die biokompatible Keramik ist für den Einsatz als lasstragende Implantatkomponente ungeeignet, jedoch bietet sie in Form einer Beschichtung biologische Vorzüge gegenüber unbeschichteten metallischen Implantaten. Die Hydroxylapatit-Oberfläche begünstigt das Einwachsverhalten von Osteoplasten, bietet ein lokales Angebot an Knochenmineralien und stabilisiert somit die Verankerung des Implantats im Knochen. Auf diese Weise gelingt es Meotec Implantate zu entwickeln, die nicht vom Körper abgestoßen, sondern vollständig in die Knochenstruktur integriert werden.

Osteopromotive keramische Oberflächen

Aufgrund ihrer ausgezeichneten Bioverträglichkeit sind Biokeramiken als Komponente von medizinischen Implantaten besonders geeignet. Zur Unterstützung der Osseointegration an metallischen Implantatoberflächen werden diese mit bioaktiven keramischen Beschichtungen versehen. Ziel ist ein schnelles, effizientes Einwachsen des Implantats in den Knochen. Die bioaktiven Oberflächen wirken auf das Biosystem stimulierend, das heißt der Knochen wird zum Wachstum und zum Verwachsen mit dem Implantat angeregt.